1980 - 1989
1980
Unter dem Motto „Sport für Jedermann“ wird auch Männergymnastik angeboten. Die Abteilung ist bis 1983 aktiv und wird 1991 mit dem Motto „Fit mit 50 Plus/Minus“ „wiederbelebt“.
Die Fußballdamen erreichen in der Saison 1979/80 als Meister der Kreisliga Frankenhöhe (im Kreis Jura gab es noch keinen geregelten Spielbetrieb) den Aufstieg in die Bezirksliga Süd.
Die 1. Tischtennis-Damenmannschaft schafft den Aufstieg in die Mittelfrankenliga.
Am 17.08. verunglückt unser bewährter Kassier Karlheinz Kuhn im Alter von nur 32 Jahren bei einem Verkehrsunfall tödlich.
Die „Habermänner“, Gerhard Meyer, Bernd Paul, Rudi Eckstein und Franz Fuchs verlassen aus unterschiedlichen Gründen die Fußballabteilung. Dieser „Aderlass“ hat natürlich große Auswirkungen auf das Mannschaftsgefüge und die Konkurrenzfähigkeit der Bezirksligamannschaft.
Die 1.Kegelherrenmannschaft belegt punktgleich mit Roth den 1. Platz in der Kreisklasse Fürth/Schwabach. Der direkte Vergleich fällt zugunsten von Roth aus und verhindert somit den Aufstieg in die Bezirksliga-B.
1981
Der erste Abstieg der Fußballer aus der Bezirksliga Mittelfranken in die A-Klasse kann aus oben genannten Gründen nicht vermieden werden.
Die Fußballdamen werden Meister der Bezirksliga Süd.
Die 1. Kegelherrenmannschaft kann den Abstieg in die A-Klasse nicht verhindern.
1982
Bei den Juniorinnen wird Gaby Windisch erstmals „Deutsche-DJK-Meisterin“ im Sportkegeln.
Der A-Jugendmannschaft gelingt ein Sieg gegen die DJK Titting. Sie sichert sich damit die Kreisligameisterschaft und den Aufstieg in die Jugend-Bezirksliga Mittelfranken. In der kommenden Saison spielt man auf Augenhöhe mit Vereinen wie TSV Katzwang, 04 Schwabach, DJK Schwabach, TSV Roth und SC Feucht.
Die Fußballdamen werden Vizemeister der Bezirksliga Süd und mittelfränkischer Hallenmeister.
Toni Hufmann wird aufgrund seiner herausragenden Verdienste durch einstimmigen Beschluss der Jahreshauptversammlung zum „Ehrenjugendleiter“ ernannt.
Die Fußballer der 1. Mannschaft schaffen unter Trainer Manlik die sofortige Rückkehr in die Bezirksliga Mittelfranken. Sie ist in der Saison 1982/83 die einzige Mannschaft aus dem gesamten Landkreis Roth.
Die Fußballdamen werden Vizemeister der Bezirksliga Süd und mittelfränkischer Hallenmeister.
1983
Einen Höhepunkt in der Fußballabteilung der DJK Abenberg stellt das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten 1. FC Nürnberg am 09.01. dar. Vor der stattlichen Zuschauerkulisse von rund 3.500 Zuschauern bietet die DJK dem Club über eine Stunde Paroli und verliert „nur“ mit 6:3.
Das Schwabacher Tagblatt schreibt: „So schwer hat sich der 1. FC Nürnberg in unserem Verbreitungsgebiet schon lange nicht mehr getan. Weder der TSV 04 Schwabach noch der TSV Katzwang konnten auch nur annähernd das gute Resultat erzielen, wie es jetzt der DJK Abenberg gelang“.
Die Fußballdamen werden abermals Vizemeister der Bezirksliga Süd.
Die A-Jugendmannschaft muss die Jugend-Bezirksliga Mittelfranken wieder verlassen.
Marianne Windisch wird in die Damenmannschaft des DJK-Bundesverbandes berufen. Sie wirkt am 08.07. beim DJK-Kegelländerspiel Deutschland gegen Österreich in Wien mit.
Bei den Bundesmeisterschaften gelingt den B-Jugendlichen Ulrike Kuhn und Karin Windisch ein Doppelsieg.
Mit Bescheid vom 27.07. wird das „Jahrhundertbauwerk“, die vereinseigene Halle mit den Maßen 42,60 m x 21,60 m und dem Geräteraum mit 24,00 m x 6,50 m genehmigt.
Die zukünftige Sporthalle hat mit den Nebenräumen eine Gesamtfläche von 1.150 Quadratmeter. Die Maßnahme wird am 15.11. begonnen und kann im Jahr 1986 abgeschlossen werden.
Trotz der Skelettbauweise war es möglich ca. 10.000 Stunden Eigenleistung einzubringen.
Der Stadtrat der Stadt Abenberg gab lediglich eine Zuschuss-Zusage von 150.000,00 DM (ca.76.700 €) für dieses Millionenprojekt.
Bedauerlicherweise ging die Stadt Abenberg damals nicht auf das Angebot der DJK Abenberg ein, gemeinsam ein Großprojekt zu verwirklichen, das nahezu alle Wünsche und Möglichkeiten im sportlichen und gesellschaftlichen Bereich verwirklicht hätte.
Nahezu alle Hallensportarten könnten hier von der Zuschauertribüne aus verfolgt werden, wenn die Möglichkeiten, die das Sonderprogramm der bayerischen Staatsregierung geboten hat, erkannt und genutzt worden wären.
Dieses Sonderprogramm gab Vereinen zusammen mit Städten die Möglichkeit, Hallenprojekte zur Verbesserung der Infrastruktur zu erstellen. Diese einmalige, finanziell günstige Gelegenheit für sportliche Aktivitäten gab es danach nie wieder.
Aus Kostengründen musste sich der Verein zu einer kleineren, finanziell„vertretbaren“ Baudimension durchringen.
Nach 25 Jahren Wiederbestehen hat die DJK Abenberg 760 Mitglieder.
1984
Nach intensiven Vorarbeiten kann die Grundsteinlegung der DJK-Halle, am 29.07. im Rahmen des Sommerfestes, erfolgen.
Damit begann eine Bauepoche, die als einmalig für die DJK Abenberg bezeichnet werden muss. Vor allem der 2. Vorsitzende Wolfgang Krach zeichnet für das Hallenbaumanagement verantwortlich.
Die AH-Fußballer der DJK Abenberg bestreiten am 27.07. ein Freundschaftsspiel gegen die Altliga-Mannschaft des 1. FCN.
Auf Nürnberger Seite wirkten unter anderem so bekannte Namen wie Walitza, Strehl und Popp mit.
Diese Saison bleibt wohl als die beste der Fußballdamen in Erinnerung. Mit einem 2:1 Sieg nach Verlängerung über den Post-SV Nürnberg feiert unsere Mannschaft die Bezirksliga-Meisterschaft.
Das 150. Pflichtspiel der Damenmannschaft war das Aufstiegsspiel zur Verbandsliga Nord. Der Aufstieg in diese Verbandsliga Nord (höchste bayerische Spielklasse zu dieser Zeit) wurde mit einem klaren 9:3 Sieg gegen den Oberfranken-Meister SV Fortuna Untersteinach sichergestellt.
Auch im Pokal waren die Spielerinnen der DJK Abenberg sehr erfolgreich. Nach einem 1:0 Halbfinalsieg gegen die SpVgg Hausen war das mittelfränkische Pokalfinale erreicht.
Dieses Finale wurde mit einem 4:3 Sieg gegen die SpVgg Weimersheim erfolgreich gestaltet.
Weitere Stationen auf dem Weg in das bayerische Pokalfinale waren der 2:1 Sieg gegen den amtierenden bayerischen Pokalsieger FC Schweinfurt und ein 4:2 Sieg nach Verlängerung gegen den TSV Trebgast. Die klare 0:6 Niederlage im bayerischen Pokalfinale gegen keinen geringeren Gegner als die Damen des FC Bayern München, konnte die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft nicht trüben.
Die Damenmannschaft der Kegelabteilung in der Besetzung Birgit Fuchs, Renate Hager, Angela Martin, Renate Kuhn, Gaby Windisch, Marianne Windisch und Waltraud Schneider ist in die Bezirksliga A-Süd aufgestiegen.
Zusammen mit dem Musikzug, der sein 25jähriges Jubiläum begeht, feiern die Gymnastikdamen ihr 10jähriges Bestehen.
1985
Der am 1. März über Europa fegende Frühjahrssturm „Wiebke“ bringt die östliche Hallenwand des Hallenrohbaues zum Einsturz. Am 15.05. feiert die DJK Abenberg unter Mitwirkung des Musikzuges Richtfest.
Die jahrzehntelang ersehnte Leichtathletikanlage mit 100 Meter-Kunststoffbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage, sowie ein Allwetterplatz mit den Ausmaßen 28 x 28 m an der Ostseite der Halle, werden konzipiert und im Juni eingeweiht.
Die Mitglieder leisten rund 1.000 freiwillige Arbeitsstunden, damit diese Anlage verwirklicht werden kann.
Die Erfolgsgeschichte der 1. Fußballmannschaft in der Bezirksliga Mittelfranken (seit 1977 mit einem Jahr Unterbrechung) ist mit dem Abstieg in die A-Klasse Jura (später unbenannt in Kreisliga) beendet. In der darauffolgenden Saison 1985/86 wird man dann in die B-Klasse (später umbenannt in Kreisklasse) durchgereicht.
Die Fußballdamen sind weiterhin erfolgreich. In der höchsten bayerischen Liga (Verbandsliga) erreichen sie einen hervorragenden vierten Platz. Außerdem gelingt es ihnen ein weiteres Mal den mittelfränkischen BFV-Bezirkspokal nach Abenberg zu holen. In einer wahren Zitterpartie im Fürther Ronhof schießt Gudrun Heuplik in der Verlängerung den 3:2 Siegtreffer gegen die SpVgg Hausen.
Die Fußballdamen werden auch DJK-Bundesvizemeister in Ingolstadt. Im Endspiel unterliegen sie ausgerechnet der DJK Adler Duisburg 0:1. In der Vorrunde lautete das Ergebnis noch 1:0 für die DJK Abenberg.
Rechtzeitig zur 150-Jahr-Feier der Sparkasse Roth-Schwabach am 09.11. wird die Halle fertig gestellt. Mehr als 1.000 Besucher können sich von der Schönheit und Funktionalität überzeugen.
Die 1. Kegeldamenmannschaft muss wieder zurück in die A-Klasse.
1986
Am 03.01. erbittet der Geistliche Beirat Pfarrer Ernst Rohbach Gottes Segen für das überaus gelungene Bauwerk DJK-Halle. Die offizielle Halleneinweihung findet im April statt. Bis heute bietet die Halle einen optimalen Rahmen für eine Vielzahl von kulturellen, gesellschaftlichen und sportlichen Ereignissen.
Übungsleiterin Marianne Biburger gründet im März die Abteilung Seniorengymnastik (Seniorensport für Damen). Diese Abteilung leitet sie bis 2011 mit Umsicht und sehr erfolgreich.
Die Fußballdamen erreichen, wie in den beiden nachfolgenden Jahren auch, jeweils den 5. Platz in der Verbandsliga Nord (zu diesem Zeitpunkt die höchste bayerische Spielklasse).
Die Kegeldamen schaffen den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga A-Süd. Sie verbleiben bis zum Aufstieg in die Bezirksliga Mittelfranken im Jahr 1996 in dieser Spielklasse.
Der seit 1984 amtierende Bürgermeister und (s)eine Stadtratsmehrheit (nicht der gesamte Stadtrat) treffen eine politische Entscheidung und reduzieren einseitig den zugesagten Betriebskostenzuschuss um jährlich 5.000 DM.
Rund 41.000 € (80.000 DM) werden dadurch dem Verein in den folgenden Jahren (bis 2003) für den Unterhalt der Halle vorenthalten.
Dies bringt die DJK Abenberg in große finanzielle Schwierigkeiten. Da die Benutzungsgebühren nicht ausreichen, müssen Mitgliedsbeiträge die Finanzierungslücke schließen.
1987
Der Verbandstag des DJK Sportverbandes der Diözese Eichstätt findet bei der DJK Abenberg statt. In der DJK-Halle versammeln sich 160 Delegierte aus 49 DJK-Vereinen der Diözese Eichstätt. Sie vertreten insgesamt 23.500 Mitglieder.
Im Grußwort zum 30jährigen Gründungsfest der DJK Abenberg im Jahr 1988 schreibt der damalige DJK-Diözesanvorsitzende Günter Harrer: „Alle Delegierten habe sich in Abenberg äußerst wohl gefühlt“.
Der 1. Kegelherrenmannschaft gelingt der Aufstieg in die A-Klasse. Im nachfolgenden Jahr ist man wieder Bestandteil der B-Klasse. Im darauffolgenden Jahr 1989 gelingt abermals der Aufstieg in die A-Klasse.
1988
Die Fußballdamen feiern ihr 10jähriges Gründungsfest. Das Endspiel des Jubiläumsturniers gewinnt die DJK Adler Duisburg gegen die DJK Abenberg mit 4:1.
Die Herren werden unerwartet Meister der B-Klasse (vergleichbar Kreisklasse) und spielen in der Saison 1988/89 in der A-Klasse Jura-Nord (vergleichbar Kreisliga). Zum dritten Mal gelingt „John“ Scherfese (als aktiver Spieler bzw. Trainer) der Aufstieg mit einer DJK-Mannschaft.
Die DJK Abenberg feiert vom 09.09. – 11.09. dieses Jahres 30 Jahre Wiedergründung. Wichtige Bestandteile des Festprogramms sind:
- Ausstellung „Sportfotos der Jahre 1920 bis 1988“
- Totenehrung
- Ehrenabend mit Festansprache von „Olympiapfarrer“ Summerer
- Abend der Vereine mit „Rory der Hexer“ und der Festgottesdienst am Sonntag in der DJK-Halle.
Die DJK-Bundesauswahl der Sportkegler/innen tritt anlässlich des 15jährigen Bestehens der Kegelabteilung zu einem Vergleichskampf an. Das 30jährige Gründungsjubiläum der DJK Abenberg bietet dazu einen angemessenen Rahmen. Auf Abenberger Seite mit dabei ist die 1983 und 1986 für die DJK-Bundesauswahl international aktive Marianne Windisch.
1989
Die Fußballdamen werden Vizemeister beim DJK-Bundessportfest in Dortmund. Sie stellen im gleichen Jahr ihre Aktivitäten ein.
Spielerinnen der „ersten Stunde“, mit mehr als 250 Spielen für die DJK Abenberg sind: Karin Sander, Manuela Wolf und Spielführerin Angelika Zeller.
Herausragende Spielerinnen waren Gudrun Heiplik, Claudia Rößler, Michaela Triller und „Torfrau“ Manuela Wolf.
Sie alle spielten in der DJK-Bundesauswahl, Bayernauswahl und der mittelfränkischen Bezirksauswahl.
Die Tischtennismeisterschaften der DJK-Vereine der Diözese Eichstätt finden erstmals in der DJK-Halle statt.
Anlässlich des 30jährigen Bestehens der Blasmusik und der Tischtennisabteilung findet am 21.10. ein Ehrenabend statt.

